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Sport ist doch kein Korrekturfach
Sport ist doch kein Korrekturfach!Ja, das ist schon richtig.Aber, wie gerne würde ich lieber mehr...
How to: Regeln im Schwimmbad
Regeln für alle Altersklassen beim Schwimmen
How-To:Klassensprecher wählen
Der Artikel informiert über die Wahl zum Klassensprecher oder Klassensprecherin.
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06.11.08: Nichts in der Schule ist so wichtig wie die Arbeit mit den Schülern
Man sollte sich viel häufiger mehr Zeit für die Schüler nehmen und Verwaltung und Organisation eher...
06.11.08: Die Lehrerseite geht online!
Was lange währt, wird endlich gut. Nach mehr als einem Jahr Entwicklungsarbeit geht die Lehrerseite...
How to: Die Ganztagsschule
Die Einführung der Ganztagsschule an deutschen und im Speziellen an niedersächsischen Schulen ist natürlich ein heißen Eisen. Was heißt das überhaupt Ganztagsschule?
In Niedersachsen gibt es vier Formen. Es gibt die offene Ganztagsschule, die an einem einzelnen oder an mehr Nachmittagen ein freiwilliges Angebot offeriert und mit außerschulischen Kooperationsangeboten durchgeführt wird. Die Schüler müssen an keinem Nachmittag die Schule besuchen, wenn sie sich allerdings für ein Angebot anmelden, müssen sie dieses das gesamte Halbjahr besuchen. Die teilweise offene Ganztagsschule bietet freiwillige und verpflichtende Elemente an. Die Schüler müssen mindestens an einem Nachmittag ein Angebot wahrnehmen. Die gebundene Ganztagsschule legt auch die Pflichtangebote an den Nachmittag. Als Sonderfall kann auch nur ein Schulzug ganztagsgebunden sein. Charakteristisch für alle Ganztagsangebote, ist z.B. ein gemeinsames Mittagessen, Förderunterricht, Verfügungsstunden beim Klassenlehrer, Arbeits- und Übungsstunden und Arbeitsgemeinschaften. Genehmigt wird in Niedersachsen zur Zeit nur die offene Ganztagsschule. Für die Einrichtung von Ganztagsschulen sprechen sicherlich einige Argumente. Die erste, sowie auch die zweite Pisa-Studie von 2003 belegen, dass in Deutschland bildungsferne Schichten weniger häufig höhere Abschlüsse erreichen, als das in anderen Ländern der Fall ist. So scheint es, dass Kinder und Jugendliche, die von zuhause aus weniger gefördert werden, durchaus von einem nachmittäglichem Programm profitieren könnten.
Mittlerweile haben wir in Deustchland eine stark veränderte Familienstruktur, die erhebliche Defizite in der Erziehung der Kinder hervorbringt. Obwohl das Elternhaus schon vor dem Eintritt in staatliche Institutionen die wichtigsten Grundlagen legt, scheint es wichtig zu sein, verstärkt auch in der Schule zu erziehen und einen Ausgleich zu dieser veränderten Struktur zu finden. Migrantenkinder hätten in einem verstärkten Förderangebot ebenfalls die Möglichkeit sich schneller zu integrieren und deutsche Sprachkenntnisse zu gewinnen. Der Schulstandort Deutschland würde so gestärkt und die Profilbildung von Schulen unterstützt. Soviel zur Theorie. Der Bezugserlass zur “Arbeit in der Ganztagsschule” regelt deutlich, dass Schulen, wenn sie ein Ganztagsangebot einrichten wollen, auf zusätzliche Lehrerstunden verzichten muss. Dieser Verzicht gilt universell und kann nicht zurückgenommen werden. Das Kultusministerium stellt dazu nicht verpflichtend in Aussicht in zwei oder drei Jahren nach und nach die Lehrerstunden “nachzuliefern.” Nach dem Erlass “Arbeit in der Ganztagsschule” sollen die Nachmittagsangebote mit Kooperationspartnern wie Jugendring oder Sportvereinen abgedeckt werden. Hier stellt sich also grundlegend die Frage, wie qualitativ hochwertige, pädagogische Arbeit geleistet werden soll, wenn schon per Erlass vorgegeben wird, dass Laien diese Aufgaben übernehmen sollen? Wenn besonders schwache Schüler gefördert werden sollen, und gerade Kinder aus bildungsfernen Schichten zum Lernen motiviert werden und soziale Kompetenzen erlernen sollen, muss diese Arbeit von gut ausgebildeten Fachkräften erledigt werden um überhaupt einen Erfolg zu erzielen. Ein Betreuungsangebot oder Lernangebot mit angelernten Kräften kann diese Aufgabe nicht zielführend übernehmen. Die Qualität der gesamten pädagogischen Arbeit steht hier überhaupt in der Diskussion.
Wenn Lehrer zusätzliche Stunden übernehmen müssen, völlig unabhängig davon, ob diese am Nachmittag oder Vormittag liegen, leidet die gesamte Arbeit der Lehrer und auf der Strecke bleibt die Zeit für die Schüler oder die Zeit, eine Stunde auch einmal interessanter und motivierender als gewöhnlich vorzubereiten. Zumal deutlich geregelt ist, dass für aufsichtsführende Aufgaben nur die Hälfte an Lehrerstunden überhaupt angerechnet wird. Die Arbeitsbelastung und die Gefahr eines “Burn-Outs steigt bei dieser fehlenden Unterstützung besonders bei Lehrkräften in Ballunsggebieten, bei schwierigem Schulumfeld oder bei Lehrkräften in den Hauptschulen. Grundsätzlich sollte erst einmal mit einem grundsätzlichen Konzept der Bedarf einer Ganztagsschule bei Eltern und Schülern eroiert werden. Es gilt ebenso zu bedenken, dass Niedersachsen eine gut strukturierte Vereinsstruktur hat, die den Schülern auch den Raum gibt außerhalb ihres Schulumfeldes Freundschaften aufzubauen. Die Umwandlung unserer Schulen in ein Lernumfeld, in dem sich Schüler, Lehrer und Eltern sich wohlfühlen kann um Lernfreude und soziales Lernen zu unterstützen sollte oberste Priorität haben. Die Wahl der Mittel jedoch sollte sorgsam überdacht werden. Wichtig scheint mir zu sein, dass die Dinge, die wir umsetzen, sorgfältig, konsequent, langfristig und mit ausreichender personeller und finanzieller Unterstützung durchgeführt werden sollte. Egal, ob es sich dabei um die Einführung einer Ganztagsschule oder um ein ganz anderes schulisches Projekt handelt. Ein Beispiel einer meiner Meinung nach konsequenten Reaktion auf veränderte soziale Prozesse der Gesellschaft zeigen die nordischen Länder, die Gewinner der Pisa Studie auf. Zusätzlich zum lehrenden Personal gibt es ausreichende sozialpädagogische Unterstützung, die ein Konfliktbüro führen und andere wertvolle Hilfen für den Schulalltag leisten können.
Die Diskussion über die Einführung von Ganzstagschule endet eigentlich mit einem ganz besonderen Bonbon. Das Kultusministerium und die Landesschulbehörde betonen, dass die Möglichkeit deBetrieb einer Ganztagsschule genehmigen zu lass en nur noch sehr befristet gilt. Mit diesem alten Verkäufertrick sollten wir uns nicht zu vorschnellen Entscheidungen hinreißen lassen und dem Staat zu Lasten der Schüler und der Lehrer die Aufgabe der Finanzierung und Unterstützung unserer Schulen nicht aus der Hand nehmen. So (!) wird das nichts!