Literatur: Die besten Empfehlungen für Schule und Studium!





Schwimmen, Tauchen, Wasserspringen
In der Grundschule sowie in Jahrgang 5 und 6 kommen wahre Begeisterungsstürme auf, wenn es heißt: Dieses Halbjahr schwimmen wir! Mit der gleichen Intensität wird der gleiche Unterricht in den höheren Jahrgängen negativ bewertet. Mit Beginn der Pubertät haben besonders Mädchen große Probleme sich in der Öffentlichkeit im Badeanzug zu zeigen. Die Situation in der Schule im Gegensatz zum Freibad ist für sie insofern verschärft, da sie nicht bei allen Aufgabe selbst entscheiden können, ob sie mitschwimmen, oder eben nicht.
Schulsport- bzw. schwimmverweigerung steht auf der Tagesordnung. Dass wir in jüngeren Jahrgängen die Schwimmunterricht sehr spielerisch und Angst - abbauend gestalten, versteht sich von selbst. Aber die Frage ist, wie können wir auch älteren Schülern vor allem Schülerinnen ein Angebot machen, in dem auch sie sich für den Schwimmunterricht entscheiden? Ich denke, dass in diesem Zusammenhang die Elternarbeit sehr wichtig ist. Warum veranstaltet man nicht einen Elternabend, bevor der Schwimmunterricht beginnt? Hier kann man noch einmal deutlich machen, wie wichtig das Schwimmen und die gemeinsame Erfahrung für alle Schüler und Schülerinnen der Klasse sind. Hier kann man auch vereinbaren, dass ein gemeinsamer Kalender für die monatliche Regel von den Schülerinnen geführt wird. So entfällt das lästige Schreiben der Entschuldigungen.
Aber auch der Unterricht selbst sollte ansprechend gestaltet sein. Viele Schüler verbinden Schwimmen eben nur mit Bahnen schwimmen. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, gerade in Jahrgang 9 die Schüler ganz stark in die Planung und Durchführung (auch Helfersystem) des Unterrichts mit einzubeziehen. Nachdem die Jungen ihre üblichen Sprüche gerissen hatten und Ihnen deutlich wurde, dass die Einheit zum Synchron-Schwimmen ganz stark in Ihre Sportnote mit einfließt, waren sie mit allen Kräften dabei, gemeinsam eine Kür zu entwickeln.
Nachdem dieses Programm zur Pflicht wurde, arbeiteten sogar die Jungengruppen fleißig, da die Kür zwar anhand Kriterien gestaltet werden musste (3 Figuren unter Wasser, 3 über Wasser etc.) sie aber sehr viel Spielraum für individuelle Lösungen bietet. Die Mädchen hatten hier ganz klaren Heimvorteil, dies ist besonders positiv, weil im üblichen Sportunterricht die Ballspiele dominieren, die eher den Jungen liegen. Wichtig sind hier also die innere Differenzierung und ein breit gefächertes Angebot, das großen Spielraum für die Mitgestaltung der Schüler zulässt. Vielleicht haben so auch die älteren Schüler auf Dauer mehr Freude am Schwimmunterricht. Die große Vielzahl an Büchern für einen freudvollen Schwimmunterricht unterstützt diese positive Tendenz.








